Was ist eine Messiewohnung?
Kurz: Eine Messiewohnung ist eine Wohnung, in der so viele Gegenstände oder Abfälle angesammelt wurden, dass Räume nicht mehr nutzbar sind. Dahinter steht meist pathologisches Horten, eine anerkannte psychische Erkrankung. Es ist kein Ordnungsproblem und keine Faulheit.
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Der Begriff ist umgangssprachlich. Fachlich unterscheidet man das Horten von Gegenständen (die Wohnung ist voll, aber nicht verschmutzt) von der Verwahrlosung (Abfall, Lebensmittelreste, fehlende Hygiene) und von der Tierhaltung in großer Zahl. Alle drei kommen einzeln und kombiniert vor.
Für die Räumung ist die Unterscheidung wichtig: Horten ohne Verschmutzung ist eine große, aber normale Räumung mit Wertanrechnung. Verwahrlosung braucht Schutzausrüstung, Sonderentsorgung und Reinigung. Tierhaltung braucht zusätzlich Desinfektion und meist Behördenkontakt.
Wer als Angehöriger, Hausverwaltung oder Nachbar mit einer solchen Wohnung zu tun hat, sollte wissen: Die Räumung allein löst das Problem selten. Ohne Begleitung baut sich der Zustand in vielen Fällen wieder auf. In Wien helfen die Psychosozialen Dienste und die Sozialzentren der MA 40.
Wir räumen solche Wohnungen regelmäßig und behandeln sie als das, was sie sind: ein Gesundheitsthema, kein Anlass für Kommentare.
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Was kostet es, eine Messiewohnung räumen zu lassen? · Darf man eine Messiewohnung räumen lassen, und wer darf das veranlassen?
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